Allgemein

Livemix aus dem Charity-Lockdown-Stream im Wohnzimmer Gelsenkirchen am 27.06.2020

Es war ein großartiger Abend mit großartigen DJs in einer mega Location! Dennis Fey, bassqreq, ich und das ganze Team des Wohnzimmer Gelsenkirchen hatten so viel Spaß und es war uns eine Freude, dieses Event für den Peter Löwenherz e.V. für krebskranke Kinder und Jugendliche zu tun. sie haben die gesamten Spenden unserer Fans und Unterstützer bekommen, die wir durch diese Veranstaltung gesammelt haben. Ebenso einen besonderer Dank an das Wohnzimmer GE die diesen Stream ermöglicht haben und ebenfalls die Betriebskosten sowie auch ihren Anteil der Spenden weitergereicht und vor allem auch aufgestockt haben!!! VIELEN DANK!!!!

#wohnzimmerge #adamgrand #bassqreq #dennisfey #charity#fuckcancer #bighouse #livestream


Unboxing Roland SH-01, Roland K-25M & Behringer Neutron

Ein Video welches schon etwas älter ist aber trotzdem hier hin gehört. Unglaublich tolle Geräte. Aber seht selbst 🙂


Unboxing Roland TB-03

Wie wunderbar war es damals, als ich mein schwer verdientes Geld von der Ausbildung zusammen gekratzt habe und mir für rund 1000DM eine Roland TB-303 ergattern konnte. Ich musste lange suchen und habe zahlreiche Kilometer zurück gelegt um eine gut erhaltene und funktionierende 303 mein eigenen nennen zu können. Und was gab es da nicht alles zu beachten. Prellten die Taster nicht zu sehr? Hatte der DIN-SYNC einen Wackelkontakt, lief der Oszillator richtig, kratzten die Poties… Nach gut 10 Jahren verkaufte ich das gute Stück dann wieder mit meinem ganzen anderen Retro-Synthies um Platz für den Nachwuchs zu machen. Aber so ganz lies mich der Virus nicht los.
Also begann ich 2019 wieder mit der Anschaffung von Hardware.
Nun, lange Rede kurzer Sinn, hier mein Unboxing der Roland TB-03. Ich kann euch sagen, dieses Gerät macht genau so viel Laune wie das Original!

Für mehr Videos, besucht meinen Kanal: AnalogFighter


Technics SL12xx Ressourcen

Aufgrund der vielen Infos die man verstreut im Netz zu den geliebten Technics Turntables findet, habe ich eine Seite erstellt auf der die Infos gesammelt zu finden sind: https://www.sl1200.de

Auf der Seite findet ihre so gut wie alle Manuals oder Service Manuals der berühmten Technics-Plattenspieler. Egal ob SL1210 MK2 oder SL1200.

In Zukunft sollen auch noch weitere Hilfe-Videos folgen zum Thema Reparaturen oder Tricks bis hin zu Mods. Wer sich beteiligen möchte, darf sich gerne bei mir melden.


Apple WatchOS 5.2 mit EKG Funktion in Deutschland

Das kam ganz schön spontan. Gestern hat Apple WatchOS 5.2 freigegeben und spontan veröffentlicht, dass die EKG Funktion nun auch in einigen Ländern in Europa zur Verfügung stehen wird.
Zur Überraschung ist Deutschland dabei.

Der aktuelle Download des Updates dauert ca. eine Stunde aufgrund der Überlastungen des Servers.

Mit der Freischaltung hat wohl in Deutschland keiner so schnell gerechnet.


Technics SL1210mk2 Tonarm-Höhenverstellung

Aufgrund der Neuaufnahme meiner DJ-Tätigkeit konnte ich einen meiner alten Technics SL1210mk2 zurückholen. Leider klemmt jetzt nach ca. 20 Jahren die Höhenverstellung des Tonarms.

Dank Youtube findet man dazu auch sch nell abhilfe, hier die passenden Videos zur Beseitigung des Fehlers.


DIY DJ-Table aus IKEA Teilen für unter 200€

Auf der Suche nach Ideen um mir wieder meine Musik-Ecke aufzubauen, bin ich auf folgenden Link gestoßen:

How To: Create a Professional DJ Booth from IKEA Parts.

Leider sind viele der Teile so nicht mehr verfügbar oder heißen derweil anders. Trotzdem ist das eine tolle und günstige Idee für die es sich lohnt, mit der liebsten doch mal wieder einen IKEA-Tag einzulegen 😉

Sollte ich es schaffen, versuche ich eine aktuelle Liste zusammen suchen.

Viel Spass beim Bauen!


Comeback von „Cyrax“

Meine musikalischen Tätigkeiten sind die letzten Jahre ziemlich untergegangen. Langsam geht es aber wieder los. Social-Media Profile werden erstellt, Hardware wird getestet, Tracks werden gekauft so das die Abteilung „DJ“ bald wieder voll durchstarten kann.
Wie es im Bereich Producing aussehen wird, weiss ich noch nicht, dass wird die Zeit zeigen. Eine Musikproduktion ist mit wesentlich mehr Aufwand verbunden. Damals war es schon so, dass das Auflegen automatisch Anfragen zu Livesets und Produktionen mit sich brachte. Sollte das wieder der Fall sein, werde ich dem wohl doch eher nachgeben 😉

Ich war einer der ersten DJ´s der mit Traktor Scratch 1 arbeitete und so nicht auf das Vinyl-Feeling verzichten musste und trotzdem Tracks spielen konnte, die es nicht auf Vinyl gab oder die nur als Promo-MP3 verfügbar waren. Nach dem Release der ersten richtigen Windows-Version (ich meine, es war Traktor Scratch 2) hatte ich meine Möglichkeiten schon in soweit erweitert, dass ich Traktor mit Ableton via Midi synchronisiert habe und schon zu einer Zeit Loops und Samples in meine Sets eingebaut habe, bevor jemand das Thema „Digital-Vinyl-DJ“ überhaupt ernst genommen hat. Und weil der technische Trend auch dieses mal nicht an mir vorbei gezogen ist und ein ordentlicher SL1210mk2 (oder Nachbau) dermaßen überteuert ist, werde ich mich vorerst auf einen Traktor Kontrol S8 beschränken. Wobei „beschränken“ das absolut falsche Wort ist. Ich teste das Gerät seit einigen Wochen und muss sagen, dass ich mich extrem kreativ an meinem Mix auslassen kann. Die neuen technischen Möglichkeiten bieten extrem viel Raum für Kreativität. Ich denke, dass wird man in meinen Mixen erleben.

Hier bereits die Links der passenden Social-Media Kanäle:
https://facebook.com/Cyrax.Dj/
https://livesets.com/cyrax
https://twitter.com/Cyrax_Music

Besonders auf LiveSets.com werde ich heute meinen ersten „öffentlichen“ Mix starten. Ab 19 Uhr geht es los. Ende bleibt offen…

Ihr dürft also gespannt sein!


Spams vom 23.03.2018

Jeder kennt es, ihr checkt eure Mails und geht noch schnell in den Spam-Ordner um sicher zu gehen, dass nicht eine gewollte Mail aus Versehen, verschoben wurde. Immer wieder dachte ich mir, da müsste man echt mal was zu schreiben… Also gesagt getan, wollen wir mal auf meine Spams von heute eingehen.

Ohne Schufa-Check news@emailpermission.top
Ihre Mastercard ohne Schufa-Check und ohne PostIdent

Genau darauf habe ich immer gewartet! Endlich eine Kreditkarte für verschuldete Menschen! Und dann noch ohne ordentliche Identifikation. Ich frage mich, wenn ich so eine Karte beantragen würde, was dann noch auf mich zukommt. Ich bin mir sicher, danach gehören mir ein paar Kamele und eine Waschmaschine.

FHW AG news@mail.fhwag.com

Auch normale Werbung findet seinen Platz in meinem Spam-Ordner. Hier für die Firma Baur. Aber sein wir ehrlich, wer so eine Absendeadresse hat, der braucht sich auch nicht wundern!

Maxisize ukveyml@willisins.co.ua
STÄRKER, GRÖSSER, LÄNGER!

Na endlich mal eine gewöhnliche Spam-Mail. Da wird mir doch glatt eine Creme angeboten die es in nur 4 Wochen schaffen soll, mein bestes Stück 5cm länger und dicker zu machen… Also wenn man da noch widerstehen kann… Wie verzweifelt muss man wohl sein, auf so eine Mail zu reagieren!? Also Männer, wer bessere und ernsthaft funktionierende Möglichkeiten hat, lasst es andere Leidensgenossen doch wissen… Ich kann nur den Kopf schütteln, erfreue mich aber der illustren Werbefotos 😛

Bank of America info@hyper.ocn.ne.jp

Also mal ganz im ernst, bevor ich auf den Inhalt eingehe, gibt es hier wirklich Menschen, die auf so eine Mail rein fallen? Als IT-Fachkraft rate ich ja immer dazu, dass man sich den Absender genau anschaut. Die Bank von Amerika hat also eine komische japanische eMail Adresse. Absolut seriös, dass Angebot muss ich mir ansehen….
Sehr spannend. Jeff, Finanzdirektor der Bank, hat eine Zahlung über 14,5 Millionen Euro für mich erhalten, ich muss aber zur Prüfung ein sehr detailliertes Formular ausfüllen, damit er prüfen kann, dass ich es auch bin 😛
Erschreckend, dass es Menschen gibt, die das sicher ausfüllen und auch noch absenden.

Na das hat sich heute stark in Grenzen gehalten, mit den ganzen Spams… Mal sehen, was morgen kommt 🙂


Ist schwerer als es aussieht . . . Depression, ein oft unterschätztes Thema

Ich habe schon lange nichts mehr geschrieben. Das lag nicht zu letzt daran, dass ich auch wirklich keine Zeit hatte. Die Achterbahn des Lebens zieht wohl an niemanden von uns vorrüber.
Ich möchte nun aber wieder ein wenig einsteigen und das mit einem ganz anderen Thema, was weder mit Technik noch mit meinen Hobbys zu tun hat.
Vorab muss ich erwähnen, ich bin weder Arzt, noch Psychologe oder ein sonst Studierter, der ein tiefes Fachwissen hat. Die meisten Erkenntnisse stammen von mir selbst, aus Unterhaltungen mit anderen Betroffenen, aus Büchern und auch aus Gesprächen mit Therapeuten.

DEPRESSION
Was ist das eigentlich, wo kommt es her und wieso leidet man darunter und muss ich das überhaupt ernst nehmen, wenn ich nicht betroffen bin?
Um hierfür den Einstieg zu finden, nutze ich meine Überschrft, „Ist schwerer als es aussieht….“.

Oft sieht man es einer betroffenen Person nicht an, dass Sie (oder Er) unter einer Depression leidet. Es ist ja schließlich kein Schnupfen, Husten oder sonst eine Krankheit die man schwer verstecken kann und wenn man etwas bemerkt, dann tut man es meist damit ab, dass man die Person in eine Schublade mit der Aufschrift „Hat nie zu etwas Lust“, „Hat immer nur schlechte Laune“ oder „Es zieht mich zu weit nach Unten diese Person bei mir zu haben“, steckt.
Depressionen sind gemein, klein und fies. Und ich weiß nicht, ich würde sagen, es sind kleine pelzige Wesen, die einen versuchen, emotional den Tag zu versauen.
Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an Namen für eine Depression. Ganz oft hört man auch in dem Zusammenhang „Burn out“. Im großen und ganzen sind das aber auch nur Depressionen die einfach einen anderen Ursprung haben.

Wie sieht der Tagesablauf eines normalen „gesunden“ (oh man, gibt es überhaupt wirklich noch gesunde Menschen? Menschen die psyschich absolut stabil sind?) Menschen aus?

Man wacht auf und streckt sich, steht auf, fühlt sich vermutlich zwar etwas verschlafen, aber fit. Duschen, anziehen, Frühstücken. Dabei das Radio einschalten. Und los geht´s. Der Tag verläuft normal, es gibt Höhen, es gibt Tiefen, aber im groben und ganzen, ganz ok. Man kommt Nachhause, isst etwas, trifft sich vielleicht mit Freunden, schaut sich einen guten Film an und irgendwann geht es dann ist Bett.
Dazwischen sind natürlich noch zahlreiche Gedanken geflossen, weswegen ich bewusst hinterfragt habe, ob es überhaupt noch psyschich stabile Menschen gibt. Aber im groben und ganzen, alles gut. Ein ganz normaler Tag eben.

Bei einem Menschen der unter einer Depression leidet, sieht das ganze etwas anders aus.
Man wacht morgens auf, man fühlt sich niedergeschlagen, die Augen sind schwer. Es fällt schwer richtig wach zu werden und das Bett scheint einen festzuhalten. Kaum werden die Gedanken wach, erwischt es einen schon. Dieses niedergeschlagene Gefühl. Man schaut zur Decke und fragt sich, was mache ich hier eigentlich. Ohne das man einen klaren Gedanken gefasst hat, scheint der Kopf schon sehr wohl voll dabei zu sein. Man kann sich kaum bewegen und jede Bewegung kostet unglaublich viel kraft. Da kommen sie wieder, diese Gedanken, „Elendes Leben, ich habe eigentlich wirklich keine Kraft mehr dafür, bin ich froh wenn das mal ein Ende hat“ – manche leben natürlich auch mit ihrem Partner zusammen und es könnte sich noch wie folgt entwickeln – „oh, mein Partner wird wach, ok. Zusammen reißen, tief ein und aus atmen, Lächeln aufsetzen, auch wenn einem nach heulen zumute wäre. Wieso? Keine Ahnung. Ist einfach so“. Ein freundliches „Guten Morgen Schatz“ und der Tag startet.
Jede Bewegung ein Kraftakt, jeder Gedanke nur schwer. Und man schlägt sich durch, ein aufgesetztes Lächeln hilft durch den Tag. In ruhigen Phasen kommt es schnell wieder, dieses Gefühl, heulen, schreien, fallen lassen. Wieso? Keine Ahnung. Der Wunsch das es vorbei ist wird immer größer. Kämpfen, für jedes Lächeln und an guten Tagen, da schafft man es sogar, die Kraft aufzubringen, gute Laune zu haben. Die Tage werden aber auch irgendwie weniger.
Nachhause, TV, Bett. Und sich immer fragen, wofür das ganze . . .

Das war nur ein kleiner Ausschnitt. Früher hätte man gesagt „reiß Dich zusammen“. Ja, leichter gesagt als getan. Heut zu Tage wird das immer schwerer sich zusammen zu reißen. Die Einflüsse von außen werden immer größer. Der Druck der derweil auf uns alle liegt, ist im Gegensatz zu damals (damals stufe ich mal zur Zeit um vielleicht 1950 ein, ein oder zwei Generationen vor mir) enorm gewachsen.

Was war damals anders als heute?
Zunächst einmal muss man klar sagen, es war sicher nicht einfacher gut über die Runden zu kommen. Die Erziehung war wesentlich geradlinieger als heute. Damals hat man eben auch mal eine Backpfeife (für die, die das nicht kennen, man sagt auch „Ohrfeige“) bekommen. Wenn man richtig was angestellt hat, da gab es auch mal den Hintern versohlt. So war das eben. Also hat man sich entweder nichts zu schulden kommen lassen, oder man hat es geschickt angestellt. Mode war schon immer ein Thema, aber Marken waren nicht so ausschlaggebend. Nach der Schule ging es raus, war doch das Größte! Fussball mit den Freunden oder Buden gebaut, im Sand gespielt oder sonst noch etwas getan. Wenn die Straßenlampen angingen, da ging es nachhause. Das war eben so. Bis zum Teenager alter war das vollkommen normal.
Wurde man älter, hat man sich für andere Sachen interessiert, hat sich mit Freunden getroffen geredet, gelacht, vielleicht auch etwas getrunken.
Irgendwann lernt man dann seinen Partner kennen, lernt ihn lieben, ehren. Man hat höhen, man hat Tiefen. Vollkommen normal. Aber man hält zusammen.

Die Schule ist vorbei eine gute Ausbildungsstelle ist gefunden, und wie man es von Zuhause beigebracht bekommen hat, zieht man das durch, man ist ja auch stolz darauf arbeiten zu können. Für gute Arbeit, gibt es schließlich gute Geld. Man heiratet (nicht erst mit 30, nein mit Anfang 20). Bis man 25 ist, hat man schon 2-3 Kinder, hat ein wunderbares geregeltes Leben. Es ist nicht leicht. Aber man hält zusammen.
Die Probleme einer Partnerschaft sind heute genau wie damals, die selben. Eifersucht, Geld, Sex, verliebt sein in jemand anderes, Streitigkeiten. Genau das selbe. ABER man hat zusammen gehalten. So war das eben. Wie in guten, so in schlechten Tagen. Nicht nur einfach daher gesagt, sondern von Grundauf so beigebracht. Ebenso wie: „Bis das der Tod uns scheidet“.

Und so geht ein Leben daher mal mehr mal weniger spannend, mal schwerer, mal leichter.

Heute aufwachsen ist viel schwerer. Oder doch viel einfacher?!
Ja, dass ist eine gute Frage. Heute haben Kinder viel mehr Rechte. Zum Glück. Aber das bedeutet auch eins, eine antiauthoritäre Erziehung ist heute schon fast Pflicht. Die Kinder wachsen sehr früh mit einem zu großem „Ich habe meinen Kopf“ auf. Früher hat man sich weniger Gedanken machen müssen. Was gesagt wurde, dass wurde gemacht. Heute, was oder wer will ein Kind schon daran Hindern Unsinn zu machen. Und wenn schon, bestrafen mit „Smartphoneabszinens“. Mal einen Klaps hat niemandem geschadet. Aber wenn das der Lehrer oder die Lehrerin hört, dann hat man gleich das Jugendamt vor der Türe stehen zwecks Kindesmisshandlung.
Gott bewahre, ich preise sicher keine Gewalt an Kindern an, lediglich verurteile ich, dass wir unseren Kindern zuviel die eigene Wahl lassen. Anstatt den Kindern in der Schule klar zu machen, dass sie mehr Rechte als Pflichten zu haben, sollte man sie für das Leben ausbilden. Und das bedeutet nunmal auch, dass zu machen, was man sagt.

Kennt ihr noch den Film „Die Lümmel von der ersten Bank“ oder „“Pepe der Paukerschreck“? Mit Oberstudienrat Taft und Pepe Nietnagel? Man waren das Filme, aber ein gutes Beispiel für das was ich meine. Die Jungs und Mädels haben viel Blödsinn gemacht, aber wenn sie erwischt wurden, dann haben sie es versucht mit Fassung zu tragen oder haben sich versucht geschickt aus der Nummer heruas zu ziehen.
Heute, welche Strafe gibt es da noch!?

Also erziehen wir unsere Kinder selbstständig, bringen ihnen früh bei alles selbst entscheiden zu können damit sie sich dann schon auf dem Schulhof gegenseitig aufstacheln. Und gnade einem Gott, wenn man nicht die neuste Hose, das neuste Shirt oder gar das beste Smartphone hat. Da fängt das Mobben nämlich schon an! Wir haben es geschafft, wir haben unseren Kindern unmissverständlich klar gemacht, sie sind Individuen und sie müssen besser sein als andere. Also unterstützen wir Eltern das doch klar darin, dass wir versuchen immer das neuste Smartphone parat zu haben oder schon die neusten Klamotten, damit das Kind bloß nicht gemobbt wird ODER ganz vorne mit dabei ist.
Und was schaffen wir dadurch, eine zwei Klassengesellschaft. Und das schon in der Grundschule!
In der weiterführenden Schule wird es nicht anders. Mitlerweile haben wir kleine Freigeister heran gezogen die dank unserer erfolgreichen antiauthoritären Erziehung selbst gelernt haben, was gut oder was schlecht ist. Ich bin ja auch dafür, dass man am besten Erfahrungen sammelt, in dem man sie selbst erlebt, aber ich bin schließlich ein Elternteil, ich denke, meinem Kind kann ich mit einem klaren „NEIN“ auch klar machen was das beste für es ist. Es muss sich doch gar nicht darum kümmern. Die einzige Sorge meines Kindes sollte sein, spiele ich heute Fussball oder gehe ich auf den Abenteuerspielplatz.

Etwas abgeschweift, worauf ich hinaus möchte ist, wir überladen unsere Kinder mit Möglichkeiten und drängen ihnen gleichzeitig den Druck auf, der imens beginnt zu wachsen. Man muss erfolgreich sein, immer mit vorne dabei. Die Werbung tut ihr übriges. Die Zeitungen sind voll voll Attentatsberichten, die TV Sender strahlen schon Mittags Werbung für Erotikshops aus, im TV kommen nur noch so genannte „Harz VI-Sendungen“. Hirnloses Fernsehen ohne Sinn und Verstand. Die Kindersendungen mit einem gewissen Anstand und Moral, die gibt es nicht mehr. Idole wie wir sie hatten, seien es Sänger oder Schauspieler, werden heute so schnell ersetzt, dass man ihnen kaum noch folgen kann.

Unsere Welt dreht sich um einiges schneller als damals, schlechte Dinge werden nur noch ersetzt anstatt repariert (seien es Beziehung, Gegenstände etc.), wie soll es da noch möglich sein, eine Basis aufzubauen, in der man sich wohl fühlt und ein Gefühl von Selbstzufriedenheit erlangen kann?
Man kommt nicht daran vorbei, dass einem an jeder Ecke klar gemacht wird, es geht  BESSER, SCHNELLER, SCHÖNER.

Ich plädiere dafür, wir sollten zu einem Grundgedanken zurück kommen, zufrieden sein, mit dem was man hat, reparieren wenn etwas kaputt ist und hergott, lasst unsere Kinder wieder im Dreck spielen!

Wie soll ein Gehirn da noch mitkommen…..


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