Vorbei die Zeiten wo man sich eine Distribution nur anhand der Softwarepakete ausgesucht hat, die sie schon von Haus aus mit brachte.

So begab ich mich nach langer Zeit (vorbei am PC hin zum Mac) wieder ein mal in die Linux-Welt. Berufsbedingt wollte ich für meinen Arbeitgeber einen einfach LAMP-Server aufbauen.
Einfacher gesagt als getan! Denn schließlich backt heute fast jeder Distributionsanbieter seine eigenen Brötchen und da können die Ordnerstrukturen schon mal stark von einem normalen Unix/Linux System abweichen.
Zufällig lag hier eine Novell SUSE Linux Enterprise Server 10 herum. Also auspacken los legen dachte ich. Ich wiederhole: dachte ich.

Die Installation ging natürlich super, aber danach war das pure Grauen. Nun kann man schon zwischen verschiedenen Server-Systemen bzw. Paket-Auswahlen wählen, aber das heist noch lange nicht, dass es auch so funktioniert.

Apache lief schon einmal nicht. Lies sich auch nicht starten, als dass dann händisch behoben war, lief MySQL nicht. Das lies sich dann nicht so schnell lösen, aber auch das war machbar, aber PHP ging dann leider nicht mehr. Nach Tagen vom gerade biegen einer angeblichen fertigen Installation hatte ich dann die Nase voll.

Also Ubuntu raus, aber auch da lief dann das eine oder andere nicht. Sagte mir auch irgendwie auf anhieb nicht zu. Von meinem damaligen Projekt einen Asterisk Server (VoIP Server) inkl. Front-End auf einem V-Server zu installieren kam mir Red-Hat in den Kopf. Red-Hat war wirklich klasse! Spartanisch einfaches Linux. Auch da hat sich natürlich etwas mit der Zeit getan. Der weil gibt es für die freie Nutzung kein Red-Hat Linux mehr zum Download. Statt dessen bieten sie nun das Fedora Projekt an (http://fedoraproject.org/). Die Installation verlief sauber und bis auf ein paar kleine Problemchen lief es dann auch schon.

Das Linux leben ist leider auch nicht mehr das was es mal war….